Direkt zum Inhalt springen

Kantonales Programm Aufbau und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik (Art. 26 KJFG) 2019 – 2021

Das am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) ermöglicht es dem Bund, Finanzhilfen für kantonale Programme zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik zu gewähren (Art. 26). Die Kantone können während höchstens drei Jahren mit maximal 450‘000 Franken und höchstens 50 Prozent der anrechenbaren Kosten unterstützt werden.

Der Kanton Thurgau (Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen [KJF]) hat ein entsprechendes Gesuch eingereicht und ein kantonales Programm 2019 – 2021 entwickelt. Im Konzept für ein koordiniertes Vorgehen in der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik des Kantons Thurgau 2018 – 2022 sind die mit Geldern des Bundes (Art. 26 KJFG) mitfinanzierten Massnahmen in der Spalte „Budget“ der Massnahmentabellen gekennzeichnet.  

Folgende strategische Programmziele wurden festgehalten:

  1. Die Kinderrechte sind im Kanton Thurgau bekannt: Die breite Bevölkerung, Fachpersonen und die politischen Verantwortlichen sind für die Kinderrechte sensibilisiert und die Politischen Gemeinden kennen die Möglichkeiten und Chancen des UNICEF-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde».
  2. Die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen im Kanton Thurgau ist gefördert: Kindern und Jugendlichen im Kanton Thurgau stehen unterschiedliche Möglichkeiten der politischen Partizipation zur Verfügung.
  3. Die kommunale und verbandliche Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Thurgau sind gestärkt: Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ausgebaut, die breite Bevölkerung und die politischen Verantwortlichen wissen um die Wirksamkeit der Kinder- und Jugendförderung und ausgewählte Projekte der kommunalen und verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit sind finanziell unterstützt.
  4. Die Gewaltprävention sowie die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen im Kanton Thurgau sind gefördert: Ausgewählte Projekte im Bereich Gewaltprävention und Medienkompetenzen von Kindern und Jugendlichen sind unterstützt und mitfinanziert.
  5. Die Zusammenarbeit zwischen der kantonalen Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen und den Politischen Gemeinden im Kanton Thurgau ist verbessert: In jeder Politischen Gemeinde ist eine Ansprechperson für Kinder- und Jugendfragen definiert und ein regelmässiger Austausch mit der Fachstelle KJF findet statt.
  6. Der Kanton Thurgau verfügt über eine Berichterstattung, ein Monitoring und eine Analyse im Bereich Kinder und Jugend: Der Stand und der Handlungsbedarf der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Thurgau sind analysiert.

Die Finanzhilfe des Bundes ermöglicht es, die Kinder- und Jugendpolitik im Kanton Thurgau umfassend weiterzuentwickeln. Dabei kann auf Erreichtem aufgebaut und bestehende Ressourcen können optimiert werden.

Ansprechperson ist Pascal Mächler.